Die Historie der Engpasskonzentrierten Strategie

Die Engpasskonzentrierte Strategie wurde in den 70er Jahren von dem Frankfurter Systemforscher Wolfgang Mewes (geb. 1924) entwickelt. Sie ist eine höchst einfache und wirksame Methodik, mit deren Hilfe jedermann besondere Leistungen („Alleinstellungsmerkmale“) entwickeln und mit entsprechendem Ehrgeiz nationaler oder internationaler Marktführer werden kann.

Mewes hatte schon als junger Mann in den 50er Jahren ein florierendes Fernlehrinstitut aufgebaut. Seine Zielgruppe waren Kriegsheimkehrer, denen – ebenso wie ihm – der Zugang zu akademischer Bildung verwehrt blieb. Er entwickelte Kurse für Bilanzbuchhalter, Kostenrechner und Betriebswirte. Schon immer war Mewes außerordentlich interessiert daran, seinen Schülern unkonventionelles Wissen zu vermitteln, mit dessen Hilfe sie die akademisch gebildeten Kollegen überflügeln konnten. Seit den 60er Jahren beschäftigte er sich vorrangig mit der Frage, wo die Ursachen außergewöhnlicher unternehmerischer und persönlicher Erfolge lagen. Aus der Analyse hunderter Fälle entwickelte er Anfang der 70er Jahre die Engpasskonzentrierte Strategie, die zunächst unter dem Begriff evolutions-konforme Strategie firmierte, und später dann in energo-kybernetisches System umgetauft wurde. Da diese Begriffe zu wenig werbewirksam und zu erklärungsbedürftig waren, hat sich die Bezeichnung Engpasskonzentrierte Strategie etabliert. Seiner Tradition gemäß publizierte Mewes die Engpasskonzentrierte Strategie in Form eines Fernlehrganges.

Die von Mewes entwickelte Strategie gilt unter Kennern als Geheimtipp unter den Erfolgslehren. Als der Marketing-Professor Hermann Simon Anfang der 90er Jahre die Erfolgsgeheimnisse der sogenannten Hidden Champions erkundete (das sind mittelständische Unternehmen, die Weltmarktanteile zwischen 15 und 100 Prozent innehaben), konnte er nur ein einziges “Geheimnis” lüften: Überraschend viele der von ihm interviewten Unternehmer oder Manager hatten nach der Strategie von Mewes gearbeitet.

1990 verkaufte Mewes seinen Verlag an die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH. Der Fernlehrgang wurde ab 1995 von der Studiengemeinschaft Darmstadt vertrieben; seit 2007 vom Malik Management Zentrum St. Gallen. Im Jahr 2006 wurde Mewes eine Ehrenprofessur verliehen. Die Bewahrung und Pflege seines publizistischen Erbes obliegt seit 2014 der Wolfgang Mewes Stiftung und der EKS-Akademie.

Seit 1995 wird die Engpasskonzentrierte Strategie permanent von Dr. Kerstin Friedrich verbessert und angepasst.

Werte und Menschenbild der engpasskonzentrierten Strategie

Die Engpasskonzentrierte Strategie basiert auf einem humanistischen Menschenbild. Jeder Mensch und jedes Unternehmen hat eine unverwechselbare Identität, ganz eigene Motive, Werte und Leidenschaften, die es zu identifizieren und zu entwickeln gilt. Die Kunst der Strategie besteht darin, für diese Stärken und Motive die entsprechenden Kundenbedürfnisse zu finden sowie die dazu passende Leistung mit sehr hohem Nutzen. Es geht also nicht um die Frage, wie ich mich am besten im Kampf gegen Mitbewerber rüste, sondern darum, die eigene Kernkompetenz zu identifizieren und diese so weiter zu entwickeln, dass damit ganz spezielle Kundenwünsche besser erfüllt werden als durch andere. Die Engpasskonzentrierte Strategie ist insofern sowohl eine Macht- als auch eine Harmonielehre.