Voraussetzungen für die Anwendung der Engpasskonzentrierten Strategie

Für das Erlernen und die Anwendung der Engpasskonzentrierten Strategie braucht man keine spezielles Vorwissen mitbringen. Die Engpasskonzentrierte Strategie basiert ausschließlich auf gesundem Menschenverstand und ist ohne jegliche betriebswirtschaftliche oder strategische Vorkenntnisse erlern- und anwendbar. Eine Analyse hat ergeben, dass insbesondere Naturwissenschaftler, Ingenieure und Praktiker wie zum Beispiel Handwerker herausragende Erfolge mit der Engpasskonzentrierten Strategie erzielt haben. In weitaus selteneren Fällen gelingt dies auch Betriebswirten.  Das liegt sicher daran, dass für die Anwendung der Engpasskonzentrierten Strategie ein unvoreingenommenes und ganzheitliches Denken sehr förderlich ist – beides wird im Ökonomiestudium konventioneller Prägung eher verlernt.

Abgesehen davon kann jeder Mensch und jede Organisation mit der Engpasskonzentrierten Strategie erfolgreich werden, wenn alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind, die man für jede Veränderung zum Guten braucht: den Willen zum Erfolg, Freude an Neuem, Tatkraft, Zielorientierung und Lernfähigkeit. Die Engpasskonzentrierte Strategie basiert in hohem Maße auf Dialog und Vernetzung. Insofern muss Bereitschaft vorhanden sein, vorhandene Leistungen, Überzeugungen und Routinen zu hinterfragen und sich auf das Feedback anderer (insbesondere seiner Zielgruppe) einzulassen.

Bekannte Unternehmen wie Kärcher (Hochdruckreiniger) oder Würth (Befestigungsmittel) legten mit der Engpasskonzentrierten Strategie den Grundstein ihrer Erfolge ebenso wie die Rational AG, Weltmarktführer für Garsysteme in der Hotellerie und Gastronomie. Auch für Kleinstunternehmen oder Einzelpersonen ist die Engpasskonzentrierte Strategie ideal: Renommierte Experten wie etwa Lothar J. Seiwert (Europas führender Zeitmanagement-Experte) wurden durch die Engpasskonzentrierte Strategie erfolgreich. Tendenziell können kleine und mittlere Unternehmen die Engpasskonzentrierte Strategie sehr viel einfacher anwenden. Man kommt mit dieser Methode häufig auf sehr radikale Ideen – und die dafür erforderlichen Anpassungen können kleinere Unternehmen sehr viel einfacher vollziehen als große.