Die 7 Phasen der Engpasskonzentrierten Strategie

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Die Ist-Situation wird festgestellt und die speziellen Stärken werden als Kernkompetenz herausgearbeitet.
Der erste Schritt der Strategieentwicklung beginnt mit Phase 1, der Analyse der Ist-Situation und der speziellen Stärken. Ein wichtiges Ziel der Engpasskonzentrierte Strategie ist es, dem ungesunden Verdrängungswettbewerb zu entkommen und sich durch besodere Leistungen eine einzigartige und besondere Marktposition zu verschaffen.

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Das erfolgversprechendste Geschäfts- bzw. Aufgabenfeld wird erforscht.
Sie werden sich die zentrale Frage stellen: „Was bewirke ich mit meinen Stärken?“. Die Frage nach dem zentralen Nutzen ist engverbunden mit der Frage nach der passenden Spezialisierung. Dieser nähern Sie sich in dieser Phase. Leistungen, die das größte Nutzenpotenzial bieten, eignen sich am besten für Ihre Spezialisierung. In einigen Fällen ergeben sich die Spezialisierungen schon unmittelbar aus dem Stärkenprofil; in anderen Fällen erst in Phase 4, also bei der Analyse der wichtigsten Engpässe.

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Daraus ergibt sich die Phase 3, bei der die erfolgversprechendste Zielgruppe herausgefiltert wird.
Nicht für abstrakte Geschäftsfelder oder Spezialgebiete, sondern für Menschen sind unsere Leistungen bestimmt. Warum sollen Sie Ihre Strategie an Zielgruppen definieren? Weil es Menschen sind, die über Ihren Erfolg oder Misserfolg entscheiden. In dem Moment, in dem Sie für abstrakte Geschäftsfelder produzieren, scheren Sie automatisch alle Kunden mehr oder weniger über einen Kamm und haben gute Aussichten, in der Austauschbarkeit und Durchschnittlichkeit zu enden.

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Die Phase 4 nimmt sich des brennendsten Problems (Entwicklungsengpass) der Zielgruppe an.
Der entscheidende Schritt in Richtung Erfolg ist die Auseinandersetzung mit den Engpässen Ihrer Zielgruppe. Sie identifizieren die Engpässe Ihrer Zielgruppe, die von ihr als am dringendsten empfunden werden, bei denen die Zahlungsbereitschaft entsprechend hoch ist und bei denen Sie die höchste Lösungskompetenz besitzen oder besitzen wollen. Kurz: Sie werden erfahren, wie man einen zwingenden Nutzen anbietet, den die Zielgruppe im Idealfall annehmen muss, um kokurrenzfähig zu bleiben.

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Es folgt nun mit der Innovationsphase eine systematische Problemlösungsmethode, die den Anwender bei der Zielgruppe unersetzbar macht.
Aus allen Möglichkeiten, etwas völlig neu zu tun, haben Sie den erfolgsversprechendsten Ansatz herausgearbeitet: Den größten Engpass der Zielgruppe. Mit der Kombinierung der Innovations- und der Kooperationsstrategie (Teil der Engpasskonzentrierten Strategie) lassen sich auch Vorhaben realisieren, die man sich vorher nicht zugetraut hätte. Dafür bauen Sie systematisch auf den Ergebnissen Ihrer bisherigen Analysen auf.

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Nicht jeder kann alles; bei der notwendigen Konzentration auf die Kernkompetenz nimmt die Phase 6, die sich mit der Kooperation befasst, eine wichtige Stellung ein.In dieser Phase geht es darum, die Innovationsengpässe gezielt zu überwinden, indem Sie die eigenen Kräfte mit denen anderer möglichst wirkungsvoll bündeln und damit die Durchschlagskraft einer Innovation verstärken.

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Mithilfe der Phase 7 wird ein konstantes soziales Grundbedürfnis der jeweiligen Zielgruppe dauerhaft gelöst, was einer reinen Verfahrens- oder Produktspezialisierung entgegensteht. Mit dieser Problemlösung wird die Marktführung angestrebt.Zur langfristigen Absicherung Ihrer Strategie werden die Chancen und Risiken der Spezialisierung untersucht. Darüber hinaus beschäftigen Sie sich mit dem langfristigen Auf- und Ausbau der Alleinstellungsmerkmale. Für beide Bereich ist es wichtig, sich der konstanten Grundbedürfnisse klar zu werden, die hinter der aktuellen Spezialisierung stehen.